Wiener Wohnen, Europas größter kommunaler Wohnbauträger mit rund 220.000 Gemeindewohnungen, hat seine Mediastrategie umgestellt und setzt nun auf Podcast- und Videoformate. Das Unternehmen nutzt damit Kanäle, die bislang in der Branche eher selten zur Tenant-Kommunikation eingesetzt werden.

Der Schritt fällt in eine Zeit, in der Wiener Wohnen regelmäßig wegen Sanierungsstaus, Instandhaltungsmängeln und Mieterstreitigkeiten unter Druck steht. Neue Medienformate können Transparenz erhöhen oder komplexe Themen niedrigschwelliger vermitteln.

Für Wohnungsunternehmen ist die Beobachtung relevant: Wie kommunizieren große Träger mit Mietern und Stakeholdern in fragmentierten Medienlandschaften? Podcast und Video versprechen höhere Reichweite und Engagement als klassische Pressemitteilungen. Allerdings stellt sich die Frage, welche Inhalte tatsächlich transparent gemacht werden und wo Grenzen der Selbstdarstellung liegen.