EHL Immobilien vermarktet im Wiener Weißgerberviertel das fertiggestellte Altbau-Projekt „Vienna Essence" mit 20 Eigentumswohnungen. Die Preise reichen von 235.000 Euro für eine 31-m²-Wohnung bis über 2 Millionen Euro für eine Dachgeschoss-Einheit mit 160 m² Wohnfläche. Das Objekt in der Unteren Weißgerberstraße im 3. Bezirk kombiniert 15 klassische Regelgeschoss-Wohnungen mit fünf neuen Terrassenwohnungen im ausgebauten Dachgeschoss.

Eine beispielhafte Erdgeschoss-Wohnung mit 96,78 m² wird für 799.000 Euro angeboten – das entspricht einem Quadratmeterpreis von rund 8.260 Euro. Hinzu kommen drei Prozent Maklercourtage zzgl. 20 Prozent Umsatzsteuer. Die monatlichen Betriebskosten liegen bei netto 198,07 Euro. Zum Vergleich: Eine größere Einheit mit 114 m² im Erdgeschoss kostet 969.000 Euro, eine 105-m²-Wohnung in der dritten Etage ebenfalls 969.000 Euro. Die Dachgeschoss-Wohnungen erreichen Quadratmeterpreise deutlich über 10.000 Euro: Eine 160-m²-Einheit mit knapp 100 m² Terrasse wird für 2.049.000 Euro angeboten, eine 89-m²-Wohnung mit Terrasse für 1.075.000 Euro.

Weißgerberviertel: Zentrale Lage und Infrastruktur als Preis-Treiber

Das Projekt punktet laut Vermarktung mit der Lage im Herzen des 3. Bezirks, direkter Nähe zum Wiener Prater und guter Anbindung. Die Straßenbahnlinien 1 und O ermöglichen schnelle Verbindungen in die Innenstadt. Lokale, Restaurants, Museen und Grünflächen in der Umgebung sollen das Quartier attraktiv machen. Das Weißgerberviertel hat in den vergangenen Jahren eine deutliche Aufwertung erlebt – entsprechend steigen die Kaufpreise.

Die Ausstattung der Wohnungen umfasst hochwertige Parkettböden, moderne Einbauküchen, Feinsteinzeug in den Bädern und Fernwärme. Im Dachgeschoss sind zudem Klimaanlagen und teilweise Fußbodenheizungen installiert. Die historischen Regelgeschoss-Wohnungen bieten hohe Räume und Altbau-Details, während die Dachgeschoss-Einheiten mit großzügigen Terrassen – bis zu 99 m² – und modernem Ausbau werben.

Breite Preisspanne: Vom Single-Apartment bis zur Luxus-Maisonette

Die 20 Einheiten decken ein breites Käuferspektrum ab. Die günstigste Wohnung – ein 31-m²-Apartment im Erdgeschoss – kostet 235.000 Euro, also rund 7.550 Euro pro m². Mittelgroße Zwei-Zimmer-Wohnungen zwischen 73 und 75 m² liegen bei 560.000 bis 649.000 Euro. Drei-Zimmer-Wohnungen in den oberen Regelgeschossen erreichen 885.000 bis 969.000 Euro. Im Dachgeschoss beginnen die Preise bei 1.075.000 Euro und steigen bis 2.049.000 Euro für die größten Einheiten mit vier Zimmern und Terrassenflächen von bis zu 99 m².

Zum Vergleich: Das nahegelegene Projekt Apostelhof Wien, ebenfalls im 3. Bezirk gelegen, vermarktet 48 Eigentumswohnungen in einer ähnlichen Preisklasse zwischen 311.000 und 1,5 Millionen Euro. Die Preisentwicklung im 3. Bezirk zeigt, dass zentrale Lagen mit historischer Bausubstanz und moderner Infrastruktur weiterhin Käufer finden – trotz gestiegener Zinsen und allgemein rückläufiger Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt.

Wiener Eigentumswohnungsmarkt: Wer kauft noch bei 8.000+ Euro/m²?

Die aktuellen Preise im Weißgerberviertel liegen deutlich über dem Wiener Durchschnitt. Während der Bodenrichtwert und zentrale Lagen seit Jahren steigen, bremst die Zinswende seit 2022 die Nachfrage. Käufer in diesem Segment sind häufig Eigennutzer mit hohem Eigenkapital, Anleger, die auf langfristige Wertstabilität setzen, oder internationale Käufer, die Wien als sichere Anlageregion sehen.

Die EHL Immobilien, die das Projekt vermarktet, ist im österreichischen Markt als etablierter Makler für Wohn- und Gewerbeimmobilien bekannt. Die Vermittlung erfolgt als Doppelmakler, d. h. EHL vertritt sowohl Verkäufer als auch Käufer. Das Projekt ist bereits fertiggestellt und sofort beziehbar – ein Vorteil für Käufer, die keine Bauzeit mehr abwarten müssen.

Energieeffizienz und Betriebskosten: E-Klasse trotz Fernwärme

Laut Energieausweis erreicht das Gebäude die Energieklasse E mit einem Heizwärmebedarf von 163,80 kWh pro m² und Jahr. Die fGEE-Klasse liegt bei D (fGEE-Wert 2,25). Trotz Fernwärme und teilweise Fußbodenheizung bleibt der Heizwärmebedarf vergleichsweise hoch – typisch für Altbauten ohne umfassende thermische Sanierung. Die monatlichen Betriebskosten von netto 198,07 Euro für die beispielhafte 96-m²-Wohnung entsprechen rund 2,05 Euro pro m² – ein Wert, der je nach Ausstattung und Lage als marktüblich gilt, aber bei steigenden Energiepreisen langfristig ins Gewicht fällt.

Für Käufer, die Wert auf niedrige Betriebskosten legen, könnte die Energieklasse E ein kritischer Punkt sein. Eine energetische Nachrüstung ist bei denkmalgeschützten Altbauten oft nur eingeschränkt möglich – hier müssen Käufer die höheren laufenden Kosten einkalkulieren.

Marktausblick: Preisstabilität oder Korrektur?

Die Frage, ob Preise von über 8.000 Euro pro m² im Weißgerberviertel nachhaltig sind, hängt von mehreren Faktoren ab: der weiteren Zinsentwicklung, der Kaufkraft der Zielgruppe und der Verfügbarkeit vergleichbarer Objekte. Aktuell zeigt sich in Wien ein zweigeteilter Markt: Während zentrale Lagen und historische Bauten weiterhin gefragt sind, stagnieren Preise in peripheren Lagen oder bei Neubauten mit hohen Betriebskosten.

Das Projekt „Vienna Essence" steht exemplarisch für den Wiener Luxus-Wohnungsmarkt: hohe Einstiegspreise, zentrale Lage, Altbau-Charme – aber auch begrenzte Energieeffizienz und hohe Nebenkosten. Ob die 20 Einheiten zügig verkauft werden, wird zeigen, ob die Nachfrage in diesem Segment trotz Zinswende stabil bleibt oder ob Preiskorrekturen anstehen.

Kontakt zum Projekt: DI Birgita Olivia Anna Ehrenberger, EHL Immobilien, Tel. +43 1 5127690-422, E-Mail: [email protected].

Quellen